Mein Zünd- und Explodierpotential war die letzten Tage ziemlich hoch. Die Ursache dafür war wieder nur unterschwellig erkennbar und wurde mir erst klar, als das Problem beseitigt war. Die Hemmschwelle konnte von mir allmählich wieder hoch gefahren werden, als feststand, daß ich morgen nicht zum Außentermin mit muss. Ich habe mich aus der Sache ziemlich elegant heraus schlängeln können, indem ich einen in meinen Augen besser geeigneten Kandidaten vorgeschlagen habe... Dankenswerterweise konnte meine Chefin meinen streng logischen Argumenten nicht widersprechen. Wo ich Recht habe, hab ich Recht. Das akzeptiert sogar manchmal sie!... mal sehen, wie lange noch...
Die Wartburg...
Eine Burg zum Warten, auch im November.
Erst 5 Monate, dann noch über 2 Jahre...
Warten, warten, warten.
Woher nimmt man manchmal die Geduld?
Woher die Kraft?
Wie geht man mit der Zerrissenheit zwischen Hier und Dort um?
Ein Leben in zwei Welten, die doch nur eine ist?
Ein Leben, wechselnd zwischen Glück und Traurigkeit, zwischen Hoch und Tief, zwischen HIER und DORT.
.....
Drei Jahre später ist die Wartburg ein Symbol für mich geworden. Ein Symbol, daß man warten kann, bis die Zeit reif ist. Hin und wieder fahre ich an ihr vorbei. Und immer erinnere ich mich an das Warten. HIER und DORT haben inzwischen ihre Plätze getauscht. Und ich bin zu Hause angekommen.
Ich lebe!
...habe ich heute noch eine Flasche Glühwein vom letzten Jahr gefunden. Sie hatte sich in das Weinregal gemogelt. Schlehen-Holunder-Glühwein. Lecker.
Den letzten Glühwein habe ich auf dem vorjährigen Weihnachtsmarkt mit meiner Tochter getrunken. Der war auch superlecker. Leider haben wir nicht bedacht, daß wir nix im Magen hatten. Also hatte der Glühwein nichts Besseres zu tun, als innerhalb von 10 Minuten in die Beine zu wandern und gleichzeitig den Gleichgewichts- und Orientierungssinn durcheinander zu bringen. So sind wir Arm in Arm durch die unbelebten Gassen der Altstadt geschlichen, um möglichst wenige Leute anzurempeln. Teilweise brauchten wir wirklich die ganze Strassenbreite. Die Fußgänger, die uns gesehen haben haben, müssen sich auch ihren Teil gedacht haben. Sollen sie - wir haben die ganze Zeit gekichert und gelacht....
dass diese Woche endlich herum ist. Zumindest, was die Arbeitswoche betrifft. Meine Gedanken sind auf Weltreise und finden wieder keinen festen Punkt. Meine Cheffin kommt heute morgen Elan versprühend auf mich zu, ich habe die Jacke noch an und verstaue gerade meine Tasche im Schrank... Ich dachte, ich werde von der Autobahn-Dampfwalze überfahren. Manche ihrer Ideen sind verrückt, manchmal so verrückt, daß sie auch schon wieder gut sind. Aber muss sie mich gleich wieder so überfahren???Und den Stress vom letzten Wochenende habe ich auch noch nicht abgebaut. Eigenlich ist das wieder typisch für die Vorweihnachtszeit. Alles muss noch erledigt werden und jeder hetzt herum... Muss das denn jedes Mal sein?????
... wie: Rutsch-mir-doch-den-Buckel-runter und ich habe dafür überhaupt keinen Grund. Noch nicht einmal den geringsten Grund. Ich rede nicht, habe auch keine Lust dazu und eigentlich will ich nur heim! So richtig wie das Schweigen im Walde. Ach, wäre das jetzt schön, im Wald spazieren zu gehen.Aber leider muss ich mich jetzt wieder durch den Kundenwald schlängeln. Glücklicherweise hat die Cheffin einen Aussentermin und ich muss mich nicht krampfhaft mit ihr unterhalten, um sie von anderen Dingen abzulenken. Manchmal wünsche ich mir, es gäbe einen Reißverschluss für den Mund. Zuziehen und Ruhe ist!
mich NICHT über den nichtzählenden Counter zu ärgern, sondern mit dem heutigen Tage die diesjährige Plätzchenbackkampagne zu eröffnen. Das ist zumindest etwas, was ich mit ziemlicher Sicherheit kann. Falls ich nicht vergesse, die heißbegehrten Objekte rechtzeitig aus dem Ofen zu reißen.
Schließlich muss man mal ausnutzen, wenn man 2 Stunden früher Feierabend hat, weil man Überstunden abbummeln darf.
Kann ich wieder in meinem eigenen Bett schlummern. Reisen ist ja was Schönes, aber irgendwann reicht's! Eine Tante vor dem Nervenzusammenbruch, andere schwersthörige Verwandte, Begegnungen mit dem vergangenen Leben, medizinische Befunde, wiedergefundene innerfamiläre Vertrautheit und weitere tränenreiche Begegnungen erfordern sicherlich erst einmal ein ein gewissen Maß an Erholung...Also ab auf die Kautsch - oder doch lieber ins Bette? Ich glaube, letzteres hat so seine gewissen Reize.
Heute ist wieder Sachen packen angesagt. Das kommt nicht mehr so oft vor, wie noch vor einem halben Jahr. Da habe ich fast jede zweite Woche mein "Tussenköfferchen", wie es liebevoll-spöttisch von meiner Tochter bezeichnet wurde, gepackt. Tussenköfferchen....Pöh! Diese Woche ist sie mit meinem Tussenköfferchen mit der Bahn unterwegs, damit sie nicht so schleppen muss. So ein paar Stichelworte konnte ich mir nicht verkneifen, von wegen Tussenkoffer und so... Das Ding hat was erlebt! Über zwei Jahre ständig hin und her gezerrt ist es worden! Jaa, Lastenkilometer mußte es gezogenerweise hinter mir zurück legen und hat mich trotzdem nicht im Stich gelassen. Was für Begrüßungen und Abschiede er schon mit ansehen mußte! Und wie hat er nur meinen Frust ertragen können, wenn ich wieder zurück mußte! Und nun hab ich ihn verborgt und muss ohne ihn reisen. Hach, ich bekomme gleich einen Anfall von Melancholie.... da gehe ich mal lieber schnell eine Tasche suchen, die mich morgen begleiten darf!!!
Liebe Frau Vau, liebe Frau Meise,
ein allerherzlichstes Dankeschön für diese Worte im Kommentar. Leider kann ich mein lautstarkes Lachen hier nicht zur Verfügung stellen, ich hätte euch gern daran teilhaben lassen. Aber ich habe das wohl gebraucht, um meinen Gute-Laune-Pegel enorm ansteigen zu lassen. Kam ich doch wieder erschöpft und mit leicht viereckig-verschleiertem Blick nach Hause.
Also nochmals danke, danke danke
Und morgen... Morgen habe ich diese wundervolle Tätigkeit an meine liebe Kolleschn weiter gereicht.
Rechteckig, schielend, müde ....sind heute meine Augen vom Sortieren den geretteten Daten.
Und morgen gehts weiter damit.
*stöööhn*
An manchen Tagen gibt das Telefon einfach keine Ruhe. Und besonders bei regnerisch-trüben Wetter: Da bleibt man zu Hause und überlegt, was man schönes machen könnte. Telefonieren....
Ich glaube ich habe heute auch nichts anderes gemacht.
Und zum ersten Mal seit dem Umzug hat meine erwachsene Tochter zu mir gesagt: Mama, ich vermisse euch so....
*schnief*
... wie der gestrige Donnerstag noch endet, hätte ich die Rolläden wieder herunter gelassen, wäre ich ins Bett gekrochen, hätte mir die Decke über den Kopf gezogen und mich für die nächsten Stunden scheintot gestellt. Ich war gestern fleißig am Dienst-PC aufräumen, habe mir echt Mühe gegeben damit! Bis die Kunden kamen, da mußte ich mich dringlicheren Aufgaben widmen. Mache ich ja wirklich gern. Sehr gern sogar. Echt! Und irgendwann war Nachmittag und eine weitere Kundin tauchte auf, die einige Auskünfte wollte. Ich so voller Stolz und Elan, wußte ich doch den PC gut aufgeräumt, rief die entsprechenden Dateien auf. Plötzlich öffnete sich ein Windoof und teilte mir mit: Pfad nicht mehr verfügbar. Häääääh..... Oki, also die Sicherungsdatei aufgerufen. Wieder Windoooffenster: Pfad nicht verfügbar. Voller Panik ein Schrei nach dem Administrator im Nebenraum. Er probiert die nächste Datei: Pfad nicht mehr verfügbar. Vor unseren Augen verschwand eine Datei nach der anderen. Diesmal ohne Mitteilungen..... Gottseidank, ich war noch nicht durchgedreht, übergeschnappt oder Klapsmühlenreif. Es passierte wirklich! Ich war nicht allein! Inzwischen schauten 8 Augen zu, wie sich alles in Wohlgefallen auflöste. Oder besser gesagt, in Nicht-Wohlgefallen! Heute wissen wir nun, daß die Festplatte mit den Innentemperaturen von 63°C wohl doch nicht ganz einverstanden war. Die feierliche Beisetzung findet nächste Woche nach Abschluss der Obduktion in engsten Kreise statt. In tieferTrauer! Ruhe sanft. Aber wenn du die aktuellen Kundendaten nicht wieder hergibst, streue ich dir keine Blumen aufs Grab!!!!! *droh*Alle dezenten Hinweise auf Sicherungskopien verbitte ich mir, da das laut meiner Cheffin nicht nötig wäre....
Spätdienste sind gefährlich! Äußerst gefährlich. Da hat man morgens Zeit und Ruhe und stellt gemütlich das röhrende Dingens mit den klappernden Buchstabenvierecken an und stöbert genussvoll im Internet. Man holt seine mails ab, antwortet, man kramt hier und da und kommt schließlich bei den Bloggern an. Man lässt ein paar Kommentare ab, weil man sich köstlich amüsiert oder nur seinen Senf dazu geben will.
Und weil man nun einmal angemeldet ist, fällt gleich noch ein Post fürs Eigene ab….
Und nun muss ich in die Pötte kommen, damit ich nicht zu spät komm. Und Frühstücken wollte ich auch noch ganz gemütlich….
Nächste Woche bleibt das Dingens aus!
...sind zur Zeit die Benzinpreise. Da hab ich das Tanken wirklich fast bis zum letzten Moment heraus gezögert, aber heute morgen hatte ich nach fast einer Woche kein Nein-Ich-Tanke-Nicht-Stehvermögen mehr. Und als ich dann die Preise sah, hab ich stark darüber nachgedacht, ins Koma zu fallen. Oder wenigstens in Ohnmachtsanfälle zu versinken oder einige Schreikrämpfe vom Stapel zu lassen. Genügend Zuschauer hätte ich gehabt. Aber was nutzt das schon? Und wer macht dann für mich heute Abend den Mama-Taxi-Dienst????Letztendlich und ziemlich gnatzig habe ich nur 15 Liter Benzin getankt. *grummel*
Solche Tage könnte es wirklich öfter geben. Ruhig, gelassen, sonnig, stürmisch und Regen. So richtiger Herbst eben. Und dann gabs auch noch das.....
Auf den ersten Blick dachte ich an Gänse...

..aber die Geräusche stimmten nicht.

Es waren Kraniche.
Hach, da bekommt man doch wirklich Sehnsucht nach Verreisen und Urlaub und Sonne und... Und was hat man? Einen total trüben Herbsttag! Und morgen ist auch noch Montag!
So habe ich mich heute titulieren lassen müssen. Und notgedrungen habe ich heute ein zweites Bad nehmen müssen. Jeder, dem ich mich auf einen Meter näherte, beschwerte sich lautstark und intensiv über mein besonderes "Deo". Und ich solle doch endlich mal ins Bad... Dabei war ich doch schon am Morgen ausgiebigst in der Richtung tätig!Ursache war meine Balkon-Aufräum-und-Putzaktion des heutigen Tages. Schließlich ist nun Herbst und einige Pflanzen mußten in den Keller, andere habe ich zurückgeschnitten. Zu letzteren gehörte der Weihrauch... Ich geb ja zu, daß er ziemlich streng riecht. Ist halt Weihrauch! Ich pflanze niiiieeeee wieder Weihrauch in meinen Balkonkasten! Aber schön sah er aus! Mal sehen, wie lange das NIE anhält. Und der bekloppte Blattkaktus hat auch schon wieder Blüten angesetzt. Schon das dritte Mal dieses Jahr.
umso mehr Spaß habe ich daran. Ich habe die Kautsch Dank verschüttet geglaubter html-Kenntnisse etwas verbreitert und irgenwie auch ein Foto ins Profil gefummelt. Ist schon lustig die Technik. Erst irgendwohin speichern und dann die URL kopieren, um das Foto wieder löschen zu können. Egal wie, es ist drin und das gleich beim ersten Versuch. Na gugge mer mol...
Wieso hat man immer dann, wenn man ein Foto machen will, die Speicherkarte nicht im Apparat sondern im Kartenleser????
Und wieso sind anschließend auch noch die Batterien leer?????
*grummel*
Heute ist so ein richtiger Tag zum Herumbummeln.
Es ist neblig, die Stare sitzen wieder einmal auf den Dächern und lassen Weinbeerenkerne fallen, daß es nur so klickert und klackert übers Dach.
So ein richtiger Tag also, um sich auf die Kautsch zu hocken und einen Kaffee zu genießen...
Meine Kautschlichkeiten...
.. sind ausschließlich hier auf meiner eigenen Kautsch entstanden.
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